Sanierung & Verkauf einer Unternehmensgruppe
Die Ausgangslage
In vielen Unternehmen wird die Buchhaltung noch immer als lästige Pflicht wahrgenommen.
Besonders bei innovativen Start-ups mit hohen Entwicklungsaufwendungen (z. B. Software- oder Produktentwicklung) beobachten wir häufig:
-
Entwicklungskosten werden falsch der Erfolgsrechnung belastet, statt – wie zulässig – aktiviert zu werden.
- Eine sorgfältige Prüfung wäre mit vertretbarem Aufwand möglich, wird jedoch oft unterlassen.
Die Folgen
- Unterbilanz oder Überschuldung, vor allem in den ersten Jahren ohne Umsätze
- Erweiterte Handlungspflichten der Geschäftsleitung werden ausgelöst
- Persönliche Haftung der Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder
- Unter Umständen sogar strafrechtliche Konsequenzen
Der Auftrag
Wir wurden von der Holding mit dem Ziel beauftragt, das Unternehmen A und seine Tochtergesellschaften zu verkaufen. Die Schenk Finance & Consulting GmbH wurde beauftragt, den Verkaufsprozess der Tochtergesellschaft A zu begleiten. Anfang 2023 wandte sich der Verwaltungsrat einer Beteiligungsholding an uns.
- Diese war an der Schweizer Gesellschaft A beteiligt.
- Gesellschaft A war Eigentümerin einer Produktions- und einer Vertriebsgesellschaft im Ausland.
- Die Holding finanzierte A über Eigenkapital und Darlehen. A leitete diese Mittel als konzerninterne Darlehen an die Tochtergesellschaften weiter.
Probleme in der Buchführung:
- Aktivierungsfähige Kosten wurden über Jahre falsch verbucht.
- Kein konsolidiertes Rechnungswesen vorhanden.
- Dezentrale Buchhaltungen durch externe Berater – reine Pflichtübung, ohne Steuerungsfunktion.
- Keine übergreifende Abstimmung, Kostenkontrolle oder Gesamtübersicht.
Die Folge:
- Fehlende Aktivierungen führten zu anhaltenden Verlusten.
- Die Gruppe geriet in Überschuldung.
- Die Revisionsstelle forderte umfassende Wertberichtigungen auf konzerninterne Darlehen, Beteiligungen und Forderungen.
Unsere Lösung
Die Schenk Finance & Consulting GmbH wurde mit der Begleitung des Verkaufsprozesses mandatiert.
Unser Vorgehen:
- Optimierung und Neuaufsetzung der Konzernstruktur → erhebliche Kostenersparnis
- Entwicklung eines Sanierungskonzepts für die gesamte Gruppe
- Einführung eines konsolidierten Budgets und Rechnungswesens
- Sicherstellung der korrekten Behandlung von Kosten und konzerninternen Werteflüssen
- Einführung von Kostenstellenleitern und Gewährleistung der Budgeteinhaltung
- Einführung von Kostenstellenleitern und Sicherstellung der Erreichung der budgetierten Umsatzziele.
Da zahlreiche Geschäftsvorfälle des Vorjahres unvollständig waren, mussten wir diese neu aufbereiten bzw. Mithilfe von Simulationsrechnungen rekonstruieren, um das effektive Potenzial der Firmengruppe aufzuzeigen. Nach der erfolgreichen Sanierung des Konzerns und der Einführung einer professionellen Finanzberichterstattung konnte schliesslich ein Käufer für die Unternehmensgruppe gefunden werden.

